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Welche Art der Videoaufnahme brauchst du für welches Modul im Onlinekurs?

Ich habe dir ja bereits die verschiedenen Arten der Videoaufnahme vorgestellt. Du weißt jetzt, dass es im Großen und Ganzen drei Arten gibt - natürlich immer mit der ein oder anderen "Raffinesse" (wie z.B. Greenscreen im Screencast Video). Und jede Aufnahmeart eignet sich gut für das ein oder andere Scenario.

In diesem Video zeige ich dir einmal anhand unseres Beispielkurses, wann ich welche Aufnahmeart wählen würde. So bekommst du hoffentlich ein Gefühl dafür und kannst das auch für deinen Kurs umsetzen.

Bevor du an dieser Stelle aufgibst und sagst, dass dich selber nie aufnehmen würdest, sei dir gewiss, dass wir alle so denken (oder gedacht haben). Alleine der Gedanke, dass ich selber im Video bin, hat bei mir schon Atemnot und Schweißausbrüche ausgelöst - heute ist es das Natürlichste der Welt für mich und gehört eben zu meinem Job dazu. Es ist also alles eine Frage der Übung aber das heißt ja nicht, dass du sofort so durchstarten musst. 
Du kannst erst einmal mit Screencasts aufnehmen und auf diese Weise ebenfalls einen wertvollen Onlinekurs erstellen. 
Aber, bevor du nun loslegst, solltest du dir dennoch darüber Gedanken machen, was die beste Art wäre deine Lektion zu überliefern.
Selbst, wenn du dich dafür entscheidest, erst einmal nur Screencasts aufzunehmen, schadet es nichts, wenn du die Unterschiede kennst und dir genau überlegst, wann welche Aufnahme die richtige wäre.
Hier sind meine Überlegungen, warum ich mich für welche Aufnahme entscheide.

Talking Head Videos

Ein Talking Head Video zeigt den Dozenten, der so eine persönliche Beziehung zu seinem Teilnehmer aufbauen kann. Denn so hat der Teilnehmer seinen Dozenten "schon einmal gesehen", er ist nicht mehr anonym.
Diese Art der Aufnahme ist nicht einfach. Neben einer Kamera (oder deinem Smartphone) benötigst du noch eine Beleuchtung und eine - sagen wir - "akzeptablen" Hintergrund. 

Overhead Videos

Bei einem Overhead Video ist die Kamera von der Decke auf deinen Aufnahmebereich gerichtet. Das kann z.B. ein Tisch sein. So sieht man nur deine Hände, wenn du etwas erklären möchtest. 
Diese Art der Aufnahme ist einfacher zu bewältigen als ein Talking Head Video aber auch hier musst du auf eine gute Ausleuchtung achten. 
Außerdem solltest du so ein Video gut vorbereiten, da du alle Materialien, die du benötigst griffbereit haben solltest.

Screencast Videos

Screencast Videos lassen sich relativ einfach umsetzen, vor allem, wenn du "nur" deinen Bildschirm aufnimmst und nicht dich als Dozent mit einblenden möchtest. In diesem Fall kannst du nämlich auf eine Beleuchtung verzichten. Gerade zu Beginn deiner Karriere als Onlinedozent ist das sehr angenehm.

1. Screencast 

Bei einem Screencast nimmst du immer den Bildschirm deines Computers auf. So kannst du in einem Screencast z.B. eine Webseite oder ein Program zeigen aber auch in einer Präsentation dein Kursthema darlegen. Du siehst, Screencasts sind sehr vielseitig. 
Wenn du dich für eine Powerpoint (oder Keynote) Präsentation entscheidest, ist da natürlich etwas Vorbereitung nötig. Aber: Es lohnt sich! Denn du kannst eine Präsentation z.B. animieren und so die Aufmerksamkeit deines Teilnehmers erhalten.

2. Screencast mit Dozent

Natürlich kannst du deinen Screencast mit dir zusammen im Bild genau so gestalten wie ohne. Heißt: Du kannst eine Präsentation aufnehmen und/oder Webseiten, Softwareprogramme oder ähnliches zeigen.
Interessant ist eigentlich nur, dass du auf diese Weise eine Situation erschaffst, wie sie sonst nur im Präsenzunterricht möglich ist. Du zeigst etwas an der "Tafel" (in diesem Fall dein Computerbildschirm und hast gleichzeitig Blickkontakt mit deinem Teilnehmer.
Ich selber habe gerade erst angefangen mit dieser Art der Aufnahme zu experimentieren und auf meinem YouTube Kanal einige Videos auf diese Art veröffentlicht. Ich muss sagen, dass mir die Aufnahme nicht nur wesentlich mehr Spaß macht, da ich vom Bildschirm zum Augenkontakt wechseln kann. Ich finde auch, dass sie wesentlich effektiver ist.
Aber auch hier gilt: Bitte nicht denken, dass du diese Idee sofort in die Tat umsetzen musst. Mehr "Raffinesse" oder Kombination verschiedener Aufnahmemöglichkeiten kommen mit der Zeit.

Was du noch wissen solltest

Erst vor ein paar Tagen habe ich gelernt, dass ein Talking Head Video nicht immer die beste Möglichkeit ist, seine Inhalte zu überliefern.
Meine Mutter hatte sich auf Udemy einen Kurs zum Thema Interest Marketing gekauft. Sie war schon nach einigen Videos fürchterlich enttäuscht. Warum? Der Dozent hatte sich dazu entschlossen alle Videos als Talking Head Videos zu überliefern. Das Problem, das hier aufkam, war, dass sie nicht sehen konnte, was der Dozent machte und so auch nicht wusste, was er ihr überhaupt mitteilen wollte. Sie wusste nicht, wo er sich genau in der App aufhielt und konnte auch nicht "mitmachen" und "ausprobieren". 
Ich finde, das ist einmal ein gutes Beispiel dafür, dass man zwar die komplizierteste Möglichkeit der Aufnahme wählt aber dennoch seinen Teilnehmer nicht "abholt". Was nutzt es, wenn der Dozent wirklich gut rüberkommt und auch über ein umfangreiches Wissen verfügt, der Teilnehmer aber nicht mitmachen kann und damit nichts lernt?

In diesem Sinne: Nimm dir deinen Lehrplan einmal vor und überlege für jedes Video einzeln, welche Aufnahme dein Video benötigt, um den Inhalt möglichst gut rüberzubringen.

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